Normen für die Schaltplanerstellung: Unterschied zwischen den Versionen
Normen auf aktuellen Stand gebracht (Okt. 2026): Übersicht aktueller Ausgaben, DIN EN 61355-1 → DIN EN IEC 81355-1, DIN EN 60204-1:2026-06, DIN EN IEC 60757:2023-10, DIN EN IEC 81346, DIN ISO/TS 81346 zurückgezogen |
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{{#lst:Mechatronische Projekte|Strukturaspekte}} | {{#lst:Mechatronische Projekte|Strukturaspekte}} | ||
=== | === Klassifizierung von Objekten === | ||
Die Klasse bestimmt | Die Klasse bestimmt die '''Funktion''' bzw. die '''Aufgabe''' des Betriebsmittels (inhärente Funktion des Objekts). Der Kennbuchstabencode nach [[IEC 81346-2|DIN EN IEC 81346-2]] ist mehrstufig aufgebaut: Eingangsklasse, Unterklasse und bei Bedarf Unter-Unterklasse, gefolgt von einem fortlaufenden Zähler (z. B. <code>-BGB1</code>). | ||
==== | ==== Eingangsklasse ==== | ||
Der '''erste Kennbuchstabe''' legt die Eingangsklasse fest: | |||
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! Kennbuchstabe !! Klassenname !! Klassendefinition | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#B|B]]''' || Erkennungsobjekt || Objekt zur Erfassung und Darstellung von Information | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#C|C]]''' || Speicherobjekt || Objekt zum Speichern für ein späteres Abrufen | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#E|E]]''' || Aussendeobjekt || Objekt zum Aussenden | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#F|F]]''' || Schutzobjekt || Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#G|G]]''' || Erzeugungsobjekt || Objekt zum Bereitstellen eines steuerbaren Durchflusses | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#H|H]]''' || Stoffbearbeitungsobjekt || Objekt zur Behandlung von Stoffen | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#K|K]]''' || Informationsverarbeitungsobjekt || Objekt zur Verarbeitung von Eingangssignalen und Bereitstellung eines geeigneten Ausgangs | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#M|M]]''' || Antriebsobjekt || Objekt zur Ausübung mechanischer Bewegung oder Kraft | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#N|N]]''' || Abdeckobjekt || Objekt zum teilweisen oder vollständigen Einschließen eines anderen Objekts | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#P|P]]''' || Präsentierobjekt || Objekt zur Bereitstellung wahrnehmbarer Informationen | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#Q|Q]]''' || Steuerobjekt || Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#R|R]]''' || Begrenzungsobjekt || Objekt zum Begrenzen oder Stabilisieren | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#S|S]]''' || Objekt zur menschlichen Interaktion || Objekt zum Erkennen einer menschlichen Handlung und Bereitstellung einer entsprechenden Reaktion | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#T|T]]''' || Transformierobjekt || Objekt zum Transformieren | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#U|U]]''' || Halteobjekt || Objekt zur Verortung anderer Objekte | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#W|W]]''' || Leitobjekt || Objekt zum Leiten von einem Ort zu einem anderen | |||
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| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#X|X]]''' || Schnittstellenobjekt || Objekt zur Bereitstellung einer Schnittstelle zu einem anderen Objekt | |||
|} | |||
==== Unterklasse ==== | ==== Unterklasse ==== | ||
Der '''zweite Kennbuchstabe''' präzisiert die Funktion innerhalb der Eingangsklasse (z. B. <code>BG</code> = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position). Alle Unterklassen stehen im [[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#Vollständiges Klassifizierungsschema|vollständigen Klassifizierungsschema]]. | |||
==== Unter-Unterklasse ==== | ==== Unter-Unterklasse ==== | ||
Der '''dritte Kennbuchstabe''' unterscheidet bei Bedarf weiter (z. B. <code>BGB</code> = Positionserkennung mit booleschem Ausgang). | |||
==== Beispiele ==== | |||
{{#lst:IEC 81346-2|Beispiele1}} | {{#lst:IEC 81346-2|Beispiele1}} | ||
{{Box rot|Der Schutzschalter wurde meistens unter der Klasse '''Q''' geführt was aber nach der [[IEC 81346-2|DIN EN IEC 81346-2]] nicht korrekt ist. Die richtige Klasse ist '''F'''.}} | {{Box rot|Der Schutzschalter wurde meistens unter der Klasse '''Q''' geführt was aber nach der [[IEC 81346-2|DIN EN IEC 81346-2]] nicht korrekt ist. Die richtige Klasse ist '''F'''.}} | ||
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Das Kennzeichen besteht aus dem Vorzeichen '''&''', der Einstiegsklasse '''L1''', der Unterklasse '''L2''' und einer laufenden '''Nummer''', z. B. <code>&FS1</code> = Stromkreisinformation Nr. 1 (Stromlaufplan). | Das Kennzeichen besteht aus dem Vorzeichen '''&''', der Einstiegsklasse '''L1''', der Unterklasse '''L2''' und einer laufenden '''Nummer''', z. B. <code>&FS1</code> = Stromkreisinformation Nr. 1 (Stromlaufplan). | ||
{{Box blau|Der bisherige Kennbuchstabe '''A1''' für den technischen Bereich (z. B. E = Elektrotechnik, M = Maschinenbau) entfällt im ICC. Aus <code>&EFS</code> wird z. B. <code>&FS</code>, aus <code>&MFS</code> wird <code>&FB</code>.}} | {{Box blau|1=Der bisherige Kennbuchstabe '''A1''' für den technischen Bereich (z. B. E = Elektrotechnik, M = Maschinenbau) entfällt im ICC. Aus <code>&EFS</code> wird z. B. <code>&FS</code>, aus <code>&MFS</code> wird <code>&FB</code>.}} | ||
=== Einstiegsklasse L1 === | === Einstiegsklasse L1 === | ||
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Die Unterklasse ermöglicht eine feinere Einteilung der Informationsart und ist unter [[DIN EN IEC 81355-1#Klassifizierung|DIN EN IEC 81355-1]] in vollem Umfang aufgeführt, inklusive Zuordnung zu den bisherigen DCC-Klassen. | Die Unterklasse ermöglicht eine feinere Einteilung der Informationsart und ist unter [[DIN EN IEC 81355-1#Klassifizierung|DIN EN IEC 81355-1]] in vollem Umfang aufgeführt, inklusive Zuordnung zu den bisherigen DCC-Klassen. | ||
{{#lst:DIN EN IEC 81355-1|Beispiele1}} | |||
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== [[DIN EN 60204|DIN EN 60204-1]] Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen == | == [[DIN EN 60204|DIN EN 60204-1]] Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen == | ||
Aktuelle Version vom 30. Oktober 2026, 08:57 Uhr
Auf dieser Seite werden alle gängigen Normen aufgeführt, die für die Schaltplanerstellung ( Elektrotechnik, Pneumatik, Hydraulik, Schmierung, Kühlung, ... ) relevant sind oder sein können.
Aktuelle Ausgaben (Stand: Oktober 2026)
| Norm | Aktuelle Ausgabe | Hinweis |
|---|---|---|
| DIN ISO 16016 | 2017-08 | Schutzvermerke |
| DIN EN IEC 81346-1 | 2024-07 | ersetzt DIN EN 81346-1:2010-05 |
| DIN EN IEC 81346-2 | 2020-10 | ersetzt DIN EN 81346-2:2010-05 |
| DIN ISO/TS 81346 | zurückgezogen | Vornorm 2013-09 (DIN SPEC 1330); ISO/TS 81346-3 international seit 2019-01 zurückgezogen |
| DIN EN IEC 81355-1 | 2026-08 | ersetzt DIN EN 61355-1:2009-03, Übergangsfrist bis 2028-01-31 |
| DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1) | 2026-06 | ersetzt Ausgabe 2019-06 |
| DIN EN IEC 60757 (VDE 0197-757) | 2023-10 | ersetzt DIN IEC 60757:1986-07 |
| DIN EN 61082-1 | 2015-10 | |
| DIN ISO 1219-1 / -2 | 2019-01 |
DIN ISO 16016 Technische Produktdokumentation - Schutzvermerke zur Beschränkung der Nutzung von Dokumenten und Produkten
Die DIN ISO 16016 schlägt die einheitliche Kennzeichnung von Schutzrechten in der technischen Produktdokumentation vor.
| Weitergabe sowie Vervielfältigung dieses Dokuments, Verwertung und Mitteilung seines Inhalts sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patent-, Gebrauchsmuster- oder Geschmacksmustereintragung vorbehalten. |
Wenn der ausführliche Text im Schaltplan / Normblatt keinen Platz hat, kann folgende Formulierung verwendet werden:
| Schutzvermerk ISO 16016 beachten. |
DIN EN IEC 81346 Industrielle Systeme, Anlagen und Ausrüstungen und Industrieprodukte - Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung
Diese Norm bildet die Grundlage für die Bezeichnung der Betriebsmittel in den Schaltplänen. Das betrifft die Gewerke Elektrotechnik, Software, Fluid (Pneumatik, Hydraulik, Schmierung, Kühlung, ...), Mechanik und kombinierte Aufgaben.
| Notiz: | In Kombination mit der DIN ISO/TS 81346 (Erweiterung der Strukturkennzeichen um "==" und "++") liefert die DIN EN IEC 81346 optimale Voraussetzungen für mechatronische Projekte. |
| Die Vornorm DIN ISO/TS 81346 (DIN SPEC 1330, Ausgabe 2013-09) ist zurückgezogen. Die zugrunde liegende ISO/TS 81346-3:2012 wurde international im Januar 2019 ohne Nachfolger zurückgezogen. |
Versionsgeschichte für die Normung von Betriebsmittel-Kennzeichen
- DIN 40719-2 (1978-06)
- IEC 1346 (1996-03) identisch mit DIN 40719-2
- DIN EN 61346-2 2000-12
- DIN EN 81346-2 2010-05 (Für die Norm DIN EN 81346-2:2010-05 besteht eine Übergangsfrist bis 2022-07-23.)
- DIN EN IEC 81346-2 2020-10
Struktur
Format von Referenzkennzeichen:
| Vorzeichen | Bezeichnung | Aspekte im Referenzkennzeichen | zuständige Norm | Notizen |
|---|---|---|---|---|
| == | Gleich-Gleich | Funktionsaspekt des Objekts (Funktionale Zuordnung) | DIN ISO/TS 81346 | |
| = | Gleich | Funktionsaspekt des Objekts (Funktion) | DIN EN 81346 | |
| ++ | Plus-Plus | Ortsaspekt des Objekts (Aufstellungsort) | DIN ISO/TS 81346 | |
| + | Plus | Ortsaspekt des Objekts (Einbauort) | DIN EN 81346 | |
| - | Minus | Produktaspekt des Objekts (Produkt) | DIN EN 81346 | |
| % | Prozent | Typaspekt des Objekts (Typ) | DIN EN 81346 | 2022-03 (EN) |
| # | Nummer | andere Aspekte des Objekts | DIN EN 81346 | |
| Vorzeichen | Bezeichnung | Weitere Kennzeichnungen | zuständige Norm | Notizen |
| : | Doppelpunkt | Anschlusskennzeichnung | DIN EN 61666 | |
| ; | Semikolon | Signalkennzeichnung | DIN EN 61175 | |
| & | Und | Informationscontainerkennzeichnung | DIN EN IEC 81355-1 | bis 2026-07: Dokumentenartenkennzeichnung nach DIN EN 61355 |
| > | Grösser-Als | Ausschluss | DIN EN 61082 |
Klassifizierung von Objekten
Die Klasse bestimmt die Funktion bzw. die Aufgabe des Betriebsmittels (inhärente Funktion des Objekts). Der Kennbuchstabencode nach DIN EN IEC 81346-2 ist mehrstufig aufgebaut: Eingangsklasse, Unterklasse und bei Bedarf Unter-Unterklasse, gefolgt von einem fortlaufenden Zähler (z. B. -BGB1).
Eingangsklasse
Der erste Kennbuchstabe legt die Eingangsklasse fest:
| Kennbuchstabe | Klassenname | Klassendefinition |
|---|---|---|
| B | Erkennungsobjekt | Objekt zur Erfassung und Darstellung von Information |
| C | Speicherobjekt | Objekt zum Speichern für ein späteres Abrufen |
| E | Aussendeobjekt | Objekt zum Aussenden |
| F | Schutzobjekt | Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen |
| G | Erzeugungsobjekt | Objekt zum Bereitstellen eines steuerbaren Durchflusses |
| H | Stoffbearbeitungsobjekt | Objekt zur Behandlung von Stoffen |
| K | Informationsverarbeitungsobjekt | Objekt zur Verarbeitung von Eingangssignalen und Bereitstellung eines geeigneten Ausgangs |
| M | Antriebsobjekt | Objekt zur Ausübung mechanischer Bewegung oder Kraft |
| N | Abdeckobjekt | Objekt zum teilweisen oder vollständigen Einschließen eines anderen Objekts |
| P | Präsentierobjekt | Objekt zur Bereitstellung wahrnehmbarer Informationen |
| Q | Steuerobjekt | Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss |
| R | Begrenzungsobjekt | Objekt zum Begrenzen oder Stabilisieren |
| S | Objekt zur menschlichen Interaktion | Objekt zum Erkennen einer menschlichen Handlung und Bereitstellung einer entsprechenden Reaktion |
| T | Transformierobjekt | Objekt zum Transformieren |
| U | Halteobjekt | Objekt zur Verortung anderer Objekte |
| W | Leitobjekt | Objekt zum Leiten von einem Ort zu einem anderen |
| X | Schnittstellenobjekt | Objekt zur Bereitstellung einer Schnittstelle zu einem anderen Objekt |
Unterklasse
Der zweite Kennbuchstabe präzisiert die Funktion innerhalb der Eingangsklasse (z. B. BG = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position). Alle Unterklassen stehen im vollständigen Klassifizierungsschema.
Unter-Unterklasse
Der dritte Kennbuchstabe unterscheidet bei Bedarf weiter (z. B. BGB = Positionserkennung mit booleschem Ausgang).
Beispiele
Beispiel Positionssensor (boolsches Ausgangssignal)
- -BGB1
- Produktkennzeichen
- Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
- Unterklasse G = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position
- Unter-Unterklasse B = Objekt zur Erkennung physikalischer Dimensionen der Position, mit Booleschem Ausgang
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Laserdistanzsensor (boolsches Ausgangssignal)
- -BGD1
- Produktkennzeichen
- Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
- Unterklasse G = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position
- Unter-Unterklasse D = Objekt zur Erkennung physikalischerDimensionen für Längen, mit Booleschem Ausgang
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Druckschalter (boolsches Ausgangssignal)
- -BPB1
- Produktkennzeichen
- Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
- Unterklasse P = Erkennungsobjekt für Druck
- Unter-Unterklasse B = Druckerkennungsobjekt, das einen Anschluss zur Erkennung des absoluten Drucks verwendet, mit Booleschem Ausgang
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Temperatursensor (skaliertes Ausgangssignal)
- -BTA1
- Produktkennzeichen
- Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
- Unterklasse T = Erkennungsobjekt für Temperatur
- Unter-Unterklasse A = Temperaturerkennungsobjekt, mit Skalarausgang
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Temperaturdetektor (boolsches Ausgangssignal)
- -BTB1
- Produktkennzeichen
- Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
- Unterklasse T = Erkennungsobjekt für Temperatur
- Unter-Unterklasse B = Temperaturerkennungsobjekt, mit Booleschem Ausgang
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Fehlerstromschutzschalter
- -FBA1
- Produktkennzeichen
- Klasse F = Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
- Unterklasse B = Schutzobjekt für Erdschlussströme
- Unter-Unterklasse A = Erdschlussstrom-Schutzobjekt, mit dem ein elektrisches Netzwerk überwacht wird und das im Falle von Erdfehlerströmen abgeschaltet wird
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Sicherung
- -FCA1
- Produktkennzeichen
- Klasse F = Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
- Unterklasse C = Schutzobjekt für Überströme
- Unter-Unterklasse A = Überstromschutzobjekt, das den Kreis, in dem es sich befindet, durch Unterbrechen des Stroms öffnet, wenn dieser für eine bestimmte Zeit einen bestimmten Wert überschreitet
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Bimetall-Schutzschalter
- -FCC1
- Produktkennzeichen
- Klasse F = Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
- Unterklasse C = Schutzobjekt für Überströme
- Unter-Unterklasse C = Überstromschutzobjekt, das den Kreis, in dem es sich befindet, durch Unterbrechen des Stroms öffnet, wenn dieser für eine bestimmte Zeit einen bestimmten Wert überschreitet
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Elektromotor
- -MAA1
- Produktkennzeichen
- Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
- Unterklasse A = Antriebsobjekt in Form von Drehmoment, angetrieben durch elektromagnetische Kraft
- Unter-Unterklasse A = Elektromagnetisches Rotationsantriebsobjekt zur Erzeugung einer kontinuierlichen Rotation
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Hydraulikzylinder
- -MMA1
- Produktkennzeichen
- Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
- Unterklasse M = Antriebsobjekt, angetrieben durch Flüssigkeitsverdrängung oder Druck
- Unter-Unterklasse A = Flüssigkeitsbetriebenes Objekt, dessen Bewegung einem flüssigen Volumen entspricht
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Pneumatikzylinder
- -MMB1
- Produktkennzeichen
- Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
- Unterklasse M = Antriebsobjekt, angetrieben durch Flüssigkeitsverdrängung oder Druck
- Unter-Unterklasse B = Flüssigkeitsbetriebenes Objekt: Bewegung zu Endpositionen abhängig vom Gasdruck
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Pneumatikmotor
- -MMD1
- Produktkennzeichen
- Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
- Unterklasse M = Antriebsobjekt, angetrieben durch Flüssigkeitsverdrängung oder Druck
- Unter-Unterklasse D = Flüssigkeitsbetriebenes Objekt zur Erzeugung von Rotation durch komprimiertes Gas
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Motoranlasser
- -QAA1
- Produktkennzeichen
- Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
- Unterklasse A = Steuerobjekt für elektrischen Strom in einem Schaltkreis
- Unter-Unterklasse A = Stromsteuerungsobjekt in mechanischer Form nur unter normalen Betriebsbedingten
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Lasttrennschalter (sicherungslos)
- -QBA1
- Produktkennzeichen
- Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
- Unterklasse B = Steuerobjekt durch Trennen elektrischer Stromkreise
- Unter-Unterklasse A = Elektrisches Trennobjekt nur zur mechanischen Isolation des nachgeschalteten Kreises vom vorgeschalteten Kreis
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Flüssigkeitsabsperrventil
- -QMA1
- Produktkennzeichen
- Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
- Unterklasse M = Steuerobjekt zum Aktivieren/Deaktivieren von Flüssigkeiten in verschlossenen Umschließungen
- Unter-Unterklasse A = Schaltobjekt für eingeschlossene Flüssigkeiten in Flüssigkeitsströmen
- Fortlaufender Zähler
Beispiel Flüssigkeitssteuerventil
- -QNA1
- Produktkennzeichen
- Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
- Unterklasse N = Steuerobjekt zum Variieren des Flüssigkeitsstroms in verschlossenen Umschließungen
- Unter-Unterklasse A = Variierobjekt für eingeschlossene Flüssigkeiten in Flüssigkeitsströmen
- Fortlaufender Zähler
| Der Schutzschalter wurde meistens unter der Klasse Q geführt was aber nach der DIN EN IEC 81346-2 nicht korrekt ist. Die richtige Klasse ist F. |
DIN EN IEC 81355-1 Klassifikation und Kennzeichnung von Informationen
| Die DIN EN 61355-1 (2009-03) wird durch die DIN EN IEC 81355-1 (2026-08) ersetzt. Anwendungsbeginn ist der 2026-08-01, die Übergangsfrist für die DIN EN 61355-1 läuft bis 2028-01-31. Statt des Dokumentenart-Klassenschlüssels (DCC) wird der Informationsklassencode (ICC) verwendet. |
Aufbau des Informationscontainerkennzeichens
Das Kennzeichen besteht aus dem Vorzeichen &, der Einstiegsklasse L1, der Unterklasse L2 und einer laufenden Nummer, z. B. &FS1 = Stromkreisinformation Nr. 1 (Stromlaufplan).
Der bisherige Kennbuchstabe A1 für den technischen Bereich (z. B. E = Elektrotechnik, M = Maschinenbau) entfällt im ICC. Aus &EFS wird z. B. &FS, aus &MFS wird &FB.
|
Einstiegsklasse L1
Die Einstiegsklasse wird ausschließlich anhand des Inhalts der Information festgelegt:
- A = Metainformation
- B = Managementinformation
- C = Vertragliche Informationen
- D = Leistungsfähigkeitsinformation
- F = Funktionsinformation
- L = Bebauungsinformation
- M = Schnittstelleninformation
- P = Aufzählungsinformation
- Q = Qualitätsinformation
- R = Sicherheitsinformation
- T = Information zur geometrischen Form
- W = Betriebliche Information
Unterklasse L2
Die Unterklasse ermöglicht eine feinere Einteilung der Informationsart und ist unter DIN EN IEC 81355-1 in vollem Umfang aufgeführt, inklusive Zuordnung zu den bisherigen DCC-Klassen.
Beispiel Titel- / Deckblatt
- &AA1
- ICC-Kennzeichnung
- Metainformation
- Identifikationsinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Inhaltsverzeichnis
- &AB1
- ICC-Kennzeichnung
- Metainformation
- Referenzinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Strukturkennzeichenübersicht
- &DB1
- ICC-Kennzeichnung
- Leistungsfähigkeitsinformation
- erläuternde technische Information
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Schaltplan einpolig
- &FA1
- ICC-Kennzeichnung
- Funktionsinformation
- Information zur Systemübersicht
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Schaltplan allpolig
- &FS1
- ICC-Kennzeichnung
- Funktionsinformation
- Stromkreisinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Schaltplan Fluid
- &FB1
- ICC-Kennzeichnung
- Funktionsinformation
- Flussinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Klemmenplan
- &MA1
- ICC-Kennzeichnung
- Schnittstelleninformation
- Anschlussinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Kabelliste
- &MB1
- ICC-Kennzeichnung
- Schnittstelleninformation
- Wechselwirkungsinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Schlauchliste
- &MB2
- ICC-Kennzeichnung
- Schnittstelleninformation
- Wechselwirkungsinformation
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Stückliste Mechatronik
- &PC1
- ICC-Kennzeichnung
- Aufzählungsinformation
- Einheitenaufzählung
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Stückliste Elektrotechnik
- &PC2
- ICC-Kennzeichnung
- Aufzählungsinformation
- Einheitenaufzählung
- Fortlaufende Nummer
Beispiel Stückliste Fluid
- &PC3
- ICC-Kennzeichnung
- Aufzählungsinformation
- Einheitenaufzählung
- Fortlaufende Nummer
DIN EN 60204-1 Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen
| Notiz: | Aktuelle Ausgabe: DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2026-06 (EN 60204-1:2018 + A1:2025). Sie ersetzt die Ausgabe 2019-06. Neu sind u. a. Anforderungen an Leistungsantriebssysteme (PDS) inkl. STO, ein neu gegliederter Abschnitt 9 (Steuerfunktionen), konkretere Anforderungen an Überstromschutz und Kurzschlussfestigkeit sowie erweiterte Anforderungen an die technische Dokumentation (Abschnitt 17). |
Beschreibung
- Der Anschluss von zwei Adern oder mehr an einer Klemme ist nur zulässig, wenn der Anschluss dieser Klemme dafür ausgelegt ist.
- Für Schutzleiter gilt, dass nur eine Ader (Schutzleiter) pro Klemmenanschlusspunkt angeschlossen werden darf
- Stromlaufpläne müssen so dargestellt werden, dass Sie das Verständnis ihrer Funktion erleichtern.
- Jeder Leiter muss an jedem Anschluss in Übereinstimmung mit der Technischen Dokumentation identifizierbar sein.
| Notiz: | Zielverdrahtung: Jeder Leiter muss an jedem Anschluss in Übereinstimmung mit der Technischen Dokumentation identifizierbar sein.
Diese Formulierung schreibt eine exakte Zielverdrahtung vor, was die Punktdarstellung von Potenzialabgriffen verbietet (siehe Beispiel). |
- Farben:
- SCHWARZ (SW): Hauptstromkreis
- GRÜN-GELB (GNGE): Schutzleiter
- HELLBLAU (HBL): Neutralleiter
- ROT (RT): Steuerstromkreis für Wechselspannung
- BLAU (BL): Steuerstromkreis für Gleichspannung
- ORANGE (OR): Stromkreise, die nicht von der Netz-Trenneinrichtung abgeschaltet werden
- Für die Farbcodierung von Leitern/Einzeladern dürfen die in der DIN EN IEC 60757 definierten Farben (einschließlich HELLBLAU) verwendet werden.
| Notiz: | Referenzkennzeichen (Betriebsmittelkennzeichen): Alle Gehäuse, Zubehörteile, Steuergeräte und Komponenten müssen deutlich mit demselben Referenzkennzeichen, wie in der technischen Dokumentation dargestellt, identifizierbar sein.
Diese Kennzeichnung ist Notwendig um Zielverdrahtung umsetzen zu können. Kein eindeutiger Name ... kein eindeutiges Ziel ! |
Beispiele
DIN EN IEC 60757 Kennbuchstaben für die Bezeichnung von Farben
| Notiz: | Aktuelle Ausgabe: DIN EN IEC 60757 (VDE 0197-757):2023-10 (IEC 60757:2021). Sie ersetzt die DIN IEC 60757:1986-07. Neu: Farbcodes bestehen nur noch aus Buchstaben, Regeln für Wechselfarben auf demselben Objekt, Anhang A mit RGB-Beispielwerten. |
| Farbe | Farbnummer | Muster | DIN 47002 | DIN EN IEC 60757 |
|---|---|---|---|---|
| schwarz | RAL 9005 | sw | BK | |
| braun | RAL 8003 | br | BN | |
| rot | RAL 3000 | rt | RD | |
| orange | RAL 2003 | or | OG | |
| gelb | RAL 1021 | ge | YE | |
| grün | RAL 6018 | gn | GN | |
| blau | RAL 5015 | bl | BU | |
| violett | RAL 4005 | vi | VT | |
| grau | RAL 7000 | gr | GY | |
| weiß | RAL 1013 | ws | WH | |
| rosa | RAL 3015 | rs | PK | |
| türkis | RAL 6027 | tk | TQ | |
| grün-gelb | - | gnge | GNYE | |
| gold | - | - | GD | |
| silber | - | - | SR |
| Die Normen DIN 47002 und DIN 47100 wurden ersatzlos gestrichen ! |
DIN EN 61082-1 Dokumente der Elektrotechnik – Teil 1: Regeln
Textausrichtung
Kapitel 5.2 Ausrichtung von Text
| Ein Text muss lesbar sein, wenn die Seite von unten oder rechts betrachtet wird! |
Anordnung und Ausrichtung von Verbindungslinien
|
|
| |
| FALSCH | RICHTIG |
DIN ISO 1219 Fluidtechnik – Graphische Symbole und Schaltpläne
| Notiz: | Der Teil 2 der DIN ISO 1219 ist als Bezeichnungssystem für mechatronische Projekte nicht geeignet, da keinerlei Bezug für die Gewerke Elektrotechnik, Prozesstechnik, Mechanik, ... existiert ! |
Bezeichnungsschlüssel
Legende
- 1 = Anlagenbezeichnung
- 2 = Medienschlüssel
- 3 = Schaltkreisnummer
- 4 = Bauteilnummer
Anlagenbezeichnung
Besteht ein Kreislauf aus mehreren Anlagen, muss die Anlagenbezeichnung mit angegeben werden. Befindet sich nur eine Anlage im Kreislauf, kann die Bezeichnung entfallen.
Für die Anlagenkennzeichnung kann eine Zahl oder ein Buchstabe verwendet werden (nur eine Stelle !).
Medienschlüssel
Sobald mehr als ein Medium in einer Anlage verwendet wird, muss der Medienschlüssel angegeben werden.
- H = Hydraulik
- P = Pneumatik
- C = Kühlung (Cooling)
- K = Kühlschmiermittel
- L = Schmierung (Lubrication)
- G = Gastechnik
Schaltkreisnummer
Jedes Bauteil (Zubehör), dass sich in einem Schalkreis (nach Druckluftversorgung, Aggegrat, Ventil, ...) befindet, muss eine Schaltkreisnummer im Bezeichnungsschlüssel haben.
Die Schaltkreisnummer sollte vorzugsweise mit '0" beginnend und weiter mit nachfolgenden Nummern (1, 2, 3, ...) hochgezählt werden.
Bauteilnummer
Jedes Bauteil in einem Schaltkreis muss mit einer Bauteilnummer bezeichnet werden.
Die Bauteilnummer muss beginnend mit "1" und weiter mit nachfolgenden Nummern (2, 3, 4, ...) hochgezählt werden.
| Die alten Bezeichnungen mit einem Buchstaben (A = Antrieb, M = Motoren, P = Pumpe, S = Signalaufnehmer, V = Ventile, Z = andere Bauteile) vor dem Zähler sind nicht mehr zugelassen !!!
Mit diesem Bezeichnungsschlüssel ist in Stücklisten, Bauteillisten, Bezeichnungslisten, Querverweisen, ... nicht mehr ersichtlich, um welches Bauteil es sich handelt !!! |
Siehe auch
- Normenübersicht
- DIN EN IEC 81355-1
- DIN EN 61355-1 (veraltet)
Weblinks
- www.igevu.de Die Übersicht enthält eine Auswahl derzeit gültiger Normen und Richtlinien, die bei der Planung und Erstellung der technischen Dokumentation zu beachten sind.

