Zum Inhalt springen

Normen für die Schaltplanerstellung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus ibKastl Wiki
DIN EN IEC 81355-1: Beispiele als ICC-Karten direkt unter Unterklasse L2 eingebunden (statt Tabelle mit alten DCC-Codes und Eplan-Bild nach DIN EN 61355-1); Box-Darstellung repariert
 
(2 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 53: Zeile 53:
{{#lst:Mechatronische Projekte|Strukturaspekte}}
{{#lst:Mechatronische Projekte|Strukturaspekte}}


=== Objekt Klassifizierung ===
=== Klassifizierung von Objekten ===


Die Klasse bestimmt den '''Funktion''' oder die '''Aufgabe''' des Betriebsmittels.
Die Klasse bestimmt die '''Funktion''' bzw. die '''Aufgabe''' des Betriebsmittels (inhärente Funktion des Objekts). Der Kennbuchstabencode nach [[IEC 81346-2|DIN EN IEC 81346-2]] ist mehrstufig aufgebaut: Eingangsklasse, Unterklasse und bei Bedarf Unter-Unterklasse, gefolgt von einem fortlaufenden Zähler (z. B. <code>-BGB1</code>).


==== Klasse ====
==== Eingangsklasse ====
 
Der '''erste Kennbuchstabe''' legt die Eingangsklasse fest:
 
{| class="wikitable sortable"
! Kennbuchstabe !! Klassenname !! Klassendefinition
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#B|B]]''' || Erkennungsobjekt || Objekt zur Erfassung und Darstellung von Information
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#C|C]]''' || Speicherobjekt || Objekt zum Speichern für ein späteres Abrufen
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#E|E]]''' || Aussendeobjekt || Objekt zum Aussenden
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#F|F]]''' || Schutzobjekt || Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#G|G]]''' || Erzeugungsobjekt || Objekt zum Bereitstellen eines steuerbaren Durchflusses
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#H|H]]''' || Stoffbearbeitungsobjekt || Objekt zur Behandlung von Stoffen
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#K|K]]''' || Informationsverarbeitungsobjekt || Objekt zur Verarbeitung von Eingangssignalen und Bereitstellung eines geeigneten Ausgangs
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#M|M]]''' || Antriebsobjekt || Objekt zur Ausübung mechanischer Bewegung oder Kraft
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#N|N]]''' || Abdeckobjekt || Objekt zum teilweisen oder vollständigen Einschließen eines anderen Objekts
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#P|P]]''' || Präsentierobjekt || Objekt zur Bereitstellung wahrnehmbarer Informationen
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#Q|Q]]''' || Steuerobjekt || Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#R|R]]''' || Begrenzungsobjekt || Objekt zum Begrenzen oder Stabilisieren
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#S|S]]''' || Objekt zur menschlichen Interaktion || Objekt zum Erkennen einer menschlichen Handlung und Bereitstellung einer entsprechenden Reaktion
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#T|T]]''' || Transformierobjekt || Objekt zum Transformieren
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#U|U]]''' || Halteobjekt || Objekt zur Verortung anderer Objekte
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#W|W]]''' || Leitobjekt || Objekt zum Leiten von einem Ort zu einem anderen
|-
| style="text-align:center" |'''[[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#X|X]]''' || Schnittstellenobjekt || Objekt zur Bereitstellung einer Schnittstelle zu einem anderen Objekt
|}


==== Unterklasse ====
==== Unterklasse ====
Der '''zweite Kennbuchstabe''' präzisiert die Funktion innerhalb der Eingangsklasse (z. B. <code>BG</code> = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position). Alle Unterklassen stehen im [[IEC 81346-2 Klassifizierungsschema für die inhärente Funktion von Objekten#Vollständiges Klassifizierungsschema|vollständigen Klassifizierungsschema]].


==== Unter-Unterklasse ====
==== Unter-Unterklasse ====


Der '''dritte Kennbuchstabe''' unterscheidet bei Bedarf weiter (z. B. <code>BGB</code> = Positionserkennung mit booleschem Ausgang).
==== Beispiele ====
{{#lst:IEC 81346-2|Beispiele1}}
{{#lst:IEC 81346-2|Beispiele1}}
{{Box rot|Der Schutzschalter wurde meistens unter der Klasse '''Q''' geführt was aber nach der [[IEC 81346-2|DIN EN IEC 81346-2]] nicht korrekt ist. Die richtige Klasse ist '''F'''.}}
{{Box rot|Der Schutzschalter wurde meistens unter der Klasse '''Q''' geführt was aber nach der [[IEC 81346-2|DIN EN IEC 81346-2]] nicht korrekt ist. Die richtige Klasse ist '''F'''.}}
Zeile 96: Zeile 140:


Die Unterklasse ermöglicht eine feinere Einteilung der Informationsart und ist unter [[DIN EN IEC 81355-1#Klassifizierung|DIN EN IEC 81355-1]] in vollem Umfang aufgeführt, inklusive Zuordnung zu den bisherigen DCC-Klassen.
Die Unterklasse ermöglicht eine feinere Einteilung der Informationsart und ist unter [[DIN EN IEC 81355-1#Klassifizierung|DIN EN IEC 81355-1]] in vollem Umfang aufgeführt, inklusive Zuordnung zu den bisherigen DCC-Klassen.
{{#lst:DIN EN IEC 81355-1|Beispiele1}}
{{#lst:DIN EN IEC 81355-1|Beispiele1}}



Aktuelle Version vom 30. Oktober 2026, 08:57 Uhr

Auf dieser Seite werden alle gängigen Normen aufgeführt, die für die Schaltplanerstellung ( Elektrotechnik, Pneumatik, Hydraulik, Schmierung, Kühlung, ... ) relevant sind oder sein können.

Aktuelle Ausgaben (Stand: Oktober 2026)

Norm Aktuelle Ausgabe Hinweis
DIN ISO 16016 2017-08 Schutzvermerke
DIN EN IEC 81346-1 2024-07 ersetzt DIN EN 81346-1:2010-05
DIN EN IEC 81346-2 2020-10 ersetzt DIN EN 81346-2:2010-05
DIN ISO/TS 81346 zurückgezogen Vornorm 2013-09 (DIN SPEC 1330); ISO/TS 81346-3 international seit 2019-01 zurückgezogen
DIN EN IEC 81355-1 2026-08 ersetzt DIN EN 61355-1:2009-03, Übergangsfrist bis 2028-01-31
DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1) 2026-06 ersetzt Ausgabe 2019-06
DIN EN IEC 60757 (VDE 0197-757) 2023-10 ersetzt DIN IEC 60757:1986-07
DIN EN 61082-1 2015-10
DIN ISO 1219-1 / -2 2019-01

DIN ISO 16016 Technische Produktdokumentation - Schutzvermerke zur Beschränkung der Nutzung von Dokumenten und Produkten

Die DIN ISO 16016 schlägt die einheitliche Kennzeichnung von Schutzrechten in der technischen Produktdokumentation vor.

Weitergabe sowie Vervielfältigung dieses Dokuments, Verwertung und Mitteilung seines Inhalts sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patent-, Gebrauchsmuster- oder Geschmacksmustereintragung vorbehalten.

Wenn der ausführliche Text im Schaltplan / Normblatt keinen Platz hat, kann folgende Formulierung verwendet werden:

Schutzvermerk ISO 16016 beachten.

DIN EN IEC 81346 Industrielle Systeme, Anlagen und Ausrüstungen und Industrieprodukte - Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung

Diese Norm bildet die Grundlage für die Bezeichnung der Betriebsmittel in den Schaltplänen. Das betrifft die Gewerke Elektrotechnik, Software, Fluid (Pneumatik, Hydraulik, Schmierung, Kühlung, ...), Mechanik und kombinierte Aufgaben.

Notiz: In Kombination mit der DIN ISO/TS 81346 (Erweiterung der Strukturkennzeichen um "==" und "++") liefert die DIN EN IEC 81346 optimale Voraussetzungen für mechatronische Projekte.
Die Vornorm DIN ISO/TS 81346 (DIN SPEC 1330, Ausgabe 2013-09) ist zurückgezogen. Die zugrunde liegende ISO/TS 81346-3:2012 wurde international im Januar 2019 ohne Nachfolger zurückgezogen.

Versionsgeschichte für die Normung von Betriebsmittel-Kennzeichen

Struktur

Format von Referenzkennzeichen:

Vorzeichen Bezeichnung Aspekte im Referenzkennzeichen zuständige Norm Notizen
== Gleich-Gleich Funktionsaspekt des Objekts (Funktionale Zuordnung) DIN ISO/TS 81346
= Gleich Funktionsaspekt des Objekts (Funktion) DIN EN 81346
++ Plus-Plus Ortsaspekt des Objekts (Aufstellungsort) DIN ISO/TS 81346
+ Plus Ortsaspekt des Objekts (Einbauort) DIN EN 81346
- Minus Produktaspekt des Objekts (Produkt) DIN EN 81346
% Prozent Typaspekt des Objekts (Typ) DIN EN 81346 2022-03 (EN)
# Nummer andere Aspekte des Objekts DIN EN 81346
Vorzeichen Bezeichnung Weitere Kennzeichnungen zuständige Norm Notizen
: Doppelpunkt Anschlusskennzeichnung DIN EN 61666
; Semikolon Signalkennzeichnung DIN EN 61175
& Und Informationscontainerkennzeichnung DIN EN IEC 81355-1 bis 2026-07: Dokumentenartenkennzeichnung nach DIN EN 61355
> Grösser-Als Ausschluss DIN EN 61082

Klassifizierung von Objekten

Die Klasse bestimmt die Funktion bzw. die Aufgabe des Betriebsmittels (inhärente Funktion des Objekts). Der Kennbuchstabencode nach DIN EN IEC 81346-2 ist mehrstufig aufgebaut: Eingangsklasse, Unterklasse und bei Bedarf Unter-Unterklasse, gefolgt von einem fortlaufenden Zähler (z. B. -BGB1).

Eingangsklasse

Der erste Kennbuchstabe legt die Eingangsklasse fest:

Kennbuchstabe Klassenname Klassendefinition
B Erkennungsobjekt Objekt zur Erfassung und Darstellung von Information
C Speicherobjekt Objekt zum Speichern für ein späteres Abrufen
E Aussendeobjekt Objekt zum Aussenden
F Schutzobjekt Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
G Erzeugungsobjekt Objekt zum Bereitstellen eines steuerbaren Durchflusses
H Stoffbearbeitungsobjekt Objekt zur Behandlung von Stoffen
K Informationsverarbeitungsobjekt Objekt zur Verarbeitung von Eingangssignalen und Bereitstellung eines geeigneten Ausgangs
M Antriebsobjekt Objekt zur Ausübung mechanischer Bewegung oder Kraft
N Abdeckobjekt Objekt zum teilweisen oder vollständigen Einschließen eines anderen Objekts
P Präsentierobjekt Objekt zur Bereitstellung wahrnehmbarer Informationen
Q Steuerobjekt Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
R Begrenzungsobjekt Objekt zum Begrenzen oder Stabilisieren
S Objekt zur menschlichen Interaktion Objekt zum Erkennen einer menschlichen Handlung und Bereitstellung einer entsprechenden Reaktion
T Transformierobjekt Objekt zum Transformieren
U Halteobjekt Objekt zur Verortung anderer Objekte
W Leitobjekt Objekt zum Leiten von einem Ort zu einem anderen
X Schnittstellenobjekt Objekt zur Bereitstellung einer Schnittstelle zu einem anderen Objekt

Unterklasse

Der zweite Kennbuchstabe präzisiert die Funktion innerhalb der Eingangsklasse (z. B. BG = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position). Alle Unterklassen stehen im vollständigen Klassifizierungsschema.

Unter-Unterklasse

Der dritte Kennbuchstabe unterscheidet bei Bedarf weiter (z. B. BGB = Positionserkennung mit booleschem Ausgang).

Beispiele

Beispiel Positionssensor (boolsches Ausgangssignal)

-BGB1
Produktkennzeichen
Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
Unterklasse G = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position
Unter-Unterklasse B = Objekt zur Erkennung physikalischer Dimensionen der Position, mit Booleschem Ausgang
Fortlaufender Zähler


Beispiel Laserdistanzsensor (boolsches Ausgangssignal)

-BGD1
Produktkennzeichen
Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
Unterklasse G = Erkennungsobjekt für räumliche Dimension und/oder Position
Unter-Unterklasse D = Objekt zur Erkennung physikalischerDimensionen für Längen, mit Booleschem Ausgang
Fortlaufender Zähler


Beispiel Druckschalter (boolsches Ausgangssignal)

-BPB1
Produktkennzeichen
Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
Unterklasse P = Erkennungsobjekt für Druck
Unter-Unterklasse B = Druckerkennungsobjekt, das einen Anschluss zur Erkennung des absoluten Drucks verwendet, mit Booleschem Ausgang
Fortlaufender Zähler


Beispiel Temperatursensor (skaliertes Ausgangssignal)

-BTA1
Produktkennzeichen
Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
Unterklasse T = Erkennungsobjekt für Temperatur
Unter-Unterklasse A = Temperaturerkennungsobjekt, mit Skalarausgang
Fortlaufender Zähler


Beispiel Temperaturdetektor (boolsches Ausgangssignal)

-BTB1
Produktkennzeichen
Klasse B = Objekt zur Erfassung und Darstellung von Informationen
Unterklasse T = Erkennungsobjekt für Temperatur
Unter-Unterklasse B = Temperaturerkennungsobjekt, mit Booleschem Ausgang
Fortlaufender Zähler

Beispiel Fehlerstromschutzschalter

-FBA1
Produktkennzeichen
Klasse F = Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
Unterklasse B = Schutzobjekt für Erdschlussströme
Unter-Unterklasse A = Erdschlussstrom-Schutzobjekt, mit dem ein elektrisches Netzwerk überwacht wird und das im Falle von Erdfehlerströmen abgeschaltet wird
Fortlaufender Zähler


Beispiel Sicherung

-FCA1
Produktkennzeichen
Klasse F = Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
Unterklasse C = Schutzobjekt für Überströme
Unter-Unterklasse A = Überstromschutzobjekt, das den Kreis, in dem es sich befindet, durch Unterbrechen des Stroms öffnet, wenn dieser für eine bestimmte Zeit einen bestimmten Wert überschreitet
Fortlaufender Zähler


Beispiel Bimetall-Schutzschalter

-FCC1
Produktkennzeichen
Klasse F = Objekt zum Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher oder unerwünschter Bedingungen
Unterklasse C = Schutzobjekt für Überströme
Unter-Unterklasse C = Überstromschutzobjekt, das den Kreis, in dem es sich befindet, durch Unterbrechen des Stroms öffnet, wenn dieser für eine bestimmte Zeit einen bestimmten Wert überschreitet
Fortlaufender Zähler

Beispiel Elektromotor

-MAA1
Produktkennzeichen
Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
Unterklasse A = Antriebsobjekt in Form von Drehmoment, angetrieben durch elektromagnetische Kraft
Unter-Unterklasse A = Elektromagnetisches Rotationsantriebsobjekt zur Erzeugung einer kontinuierlichen Rotation
Fortlaufender Zähler


Beispiel Hydraulikzylinder

-MMA1
Produktkennzeichen
Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
Unterklasse M = Antriebsobjekt, angetrieben durch Flüssigkeitsverdrängung oder Druck
Unter-Unterklasse A = Flüssigkeitsbetriebenes Objekt, dessen Bewegung einem flüssigen Volumen entspricht
Fortlaufender Zähler


Beispiel Pneumatikzylinder

-MMB1
Produktkennzeichen
Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
Unterklasse M = Antriebsobjekt, angetrieben durch Flüssigkeitsverdrängung oder Druck
Unter-Unterklasse B = Flüssigkeitsbetriebenes Objekt: Bewegung zu Endpositionen abhängig vom Gasdruck
Fortlaufender Zähler


Beispiel Pneumatikmotor

-MMD1
Produktkennzeichen
Klasse M = Objekt zur Erzeugung mechanischer Bewegung oder Kraft
Unterklasse M = Antriebsobjekt, angetrieben durch Flüssigkeitsverdrängung oder Druck
Unter-Unterklasse D = Flüssigkeitsbetriebenes Objekt zur Erzeugung von Rotation durch komprimiertes Gas
Fortlaufender Zähler

Beispiel Motoranlasser

-QAA1
Produktkennzeichen
Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
Unterklasse A = Steuerobjekt für elektrischen Strom in einem Schaltkreis
Unter-Unterklasse A = Stromsteuerungsobjekt in mechanischer Form nur unter normalen Betriebsbedingten
Fortlaufender Zähler


Beispiel Lasttrennschalter (sicherungslos)

-QBA1
Produktkennzeichen
Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
Unterklasse B = Steuerobjekt durch Trennen elektrischer Stromkreise
Unter-Unterklasse A = Elektrisches Trennobjekt nur zur mechanischen Isolation des nachgeschalteten Kreises vom vorgeschalteten Kreis
Fortlaufender Zähler


Beispiel Flüssigkeitsabsperrventil

-QMA1
Produktkennzeichen
Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
Unterklasse M = Steuerobjekt zum Aktivieren/Deaktivieren von Flüssigkeiten in verschlossenen Umschließungen
Unter-Unterklasse A = Schaltobjekt für eingeschlossene Flüssigkeiten in Flüssigkeitsströmen
Fortlaufender Zähler


Beispiel Flüssigkeitssteuerventil

-QNA1
Produktkennzeichen
Klasse Q = Objekt zur Steuerung von Zugang oder Durchfluss
Unterklasse N = Steuerobjekt zum Variieren des Flüssigkeitsstroms in verschlossenen Umschließungen
Unter-Unterklasse A = Variierobjekt für eingeschlossene Flüssigkeiten in Flüssigkeitsströmen
Fortlaufender Zähler
Der Schutzschalter wurde meistens unter der Klasse Q geführt was aber nach der DIN EN IEC 81346-2 nicht korrekt ist. Die richtige Klasse ist F.

DIN EN IEC 81355-1 Klassifikation und Kennzeichnung von Informationen

Die DIN EN 61355-1 (2009-03) wird durch die DIN EN IEC 81355-1 (2026-08) ersetzt. Anwendungsbeginn ist der 2026-08-01, die Übergangsfrist für die DIN EN 61355-1 läuft bis 2028-01-31. Statt des Dokumentenart-Klassenschlüssels (DCC) wird der Informationsklassencode (ICC) verwendet.

Aufbau des Informationscontainerkennzeichens

Das Kennzeichen besteht aus dem Vorzeichen &, der Einstiegsklasse L1, der Unterklasse L2 und einer laufenden Nummer, z. B. &FS1 = Stromkreisinformation Nr. 1 (Stromlaufplan).

Der bisherige Kennbuchstabe A1 für den technischen Bereich (z. B. E = Elektrotechnik, M = Maschinenbau) entfällt im ICC. Aus &EFS wird z. B. &FS, aus &MFS wird &FB.

Einstiegsklasse L1

Die Einstiegsklasse wird ausschließlich anhand des Inhalts der Information festgelegt:

  • A = Metainformation
  • B = Managementinformation
  • C = Vertragliche Informationen
  • D = Leistungsfähigkeitsinformation
  • F = Funktionsinformation
  • L = Bebauungsinformation
  • M = Schnittstelleninformation
  • P = Aufzählungsinformation
  • Q = Qualitätsinformation
  • R = Sicherheitsinformation
  • T = Information zur geometrischen Form
  • W = Betriebliche Information

Unterklasse L2

Die Unterklasse ermöglicht eine feinere Einteilung der Informationsart und ist unter DIN EN IEC 81355-1 in vollem Umfang aufgeführt, inklusive Zuordnung zu den bisherigen DCC-Klassen.

Beispiel Titel- / Deckblatt

&AA1
ICC-Kennzeichnung
Metainformation
Identifikationsinformation
Fortlaufende Nummer


Beispiel Inhaltsverzeichnis

&AB1
ICC-Kennzeichnung
Metainformation
Referenzinformation
Fortlaufende Nummer


Beispiel Strukturkennzeichenübersicht

&DB1
ICC-Kennzeichnung
Leistungsfähigkeitsinformation
erläuternde technische Information
Fortlaufende Nummer

Beispiel Schaltplan einpolig

&FA1
ICC-Kennzeichnung
Funktionsinformation
Information zur Systemübersicht
Fortlaufende Nummer


Beispiel Schaltplan allpolig

&FS1
ICC-Kennzeichnung
Funktionsinformation
Stromkreisinformation
Fortlaufende Nummer


Beispiel Schaltplan Fluid

&FB1
ICC-Kennzeichnung
Funktionsinformation
Flussinformation
Fortlaufende Nummer

Beispiel Klemmenplan

&MA1
ICC-Kennzeichnung
Schnittstelleninformation
Anschlussinformation
Fortlaufende Nummer


Beispiel Kabelliste

&MB1
ICC-Kennzeichnung
Schnittstelleninformation
Wechselwirkungsinformation
Fortlaufende Nummer


Beispiel Schlauchliste

&MB2
ICC-Kennzeichnung
Schnittstelleninformation
Wechselwirkungsinformation
Fortlaufende Nummer

Beispiel Stückliste Mechatronik

&PC1
ICC-Kennzeichnung
Aufzählungsinformation
Einheitenaufzählung
Fortlaufende Nummer


Beispiel Stückliste Elektrotechnik

&PC2
ICC-Kennzeichnung
Aufzählungsinformation
Einheitenaufzählung
Fortlaufende Nummer


Beispiel Stückliste Fluid

&PC3
ICC-Kennzeichnung
Aufzählungsinformation
Einheitenaufzählung
Fortlaufende Nummer

DIN EN 60204-1 Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen

Notiz: Aktuelle Ausgabe: DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2026-06 (EN 60204-1:2018 + A1:2025). Sie ersetzt die Ausgabe 2019-06. Neu sind u. a. Anforderungen an Leistungsantriebssysteme (PDS) inkl. STO, ein neu gegliederter Abschnitt 9 (Steuerfunktionen), konkretere Anforderungen an Überstromschutz und Kurzschlussfestigkeit sowie erweiterte Anforderungen an die technische Dokumentation (Abschnitt 17).

Beschreibung

  • Der Anschluss von zwei Adern oder mehr an einer Klemme ist nur zulässig, wenn der Anschluss dieser Klemme dafür ausgelegt ist.
  • Für Schutzleiter gilt, dass nur eine Ader (Schutzleiter) pro Klemmenanschlusspunkt angeschlossen werden darf
  • Stromlaufpläne müssen so dargestellt werden, dass Sie das Verständnis ihrer Funktion erleichtern.
  • Jeder Leiter muss an jedem Anschluss in Übereinstimmung mit der Technischen Dokumentation identifizierbar sein.
Notiz: Zielverdrahtung: Jeder Leiter muss an jedem Anschluss in Übereinstimmung mit der Technischen Dokumentation identifizierbar sein.

Diese Formulierung schreibt eine exakte Zielverdrahtung vor, was die Punktdarstellung von Potenzialabgriffen verbietet (siehe Beispiel).

  • Farben:
    • SCHWARZ (SW): Hauptstromkreis
    • GRÜN-GELB (GNGE): Schutzleiter
    • HELLBLAU (HBL): Neutralleiter
    • ROT (RT): Steuerstromkreis für Wechselspannung
    • BLAU (BL): Steuerstromkreis für Gleichspannung
    • ORANGE (OR): Stromkreise, die nicht von der Netz-Trenneinrichtung abgeschaltet werden
  • Für die Farbcodierung von Leitern/Einzeladern dürfen die in der DIN EN IEC 60757 definierten Farben (einschließlich HELLBLAU) verwendet werden.


Notiz: Referenzkennzeichen (Betriebsmittelkennzeichen): Alle Gehäuse, Zubehörteile, Steuergeräte und Komponenten müssen deutlich mit demselben Referenzkennzeichen, wie in der technischen Dokumentation dargestellt, identifizierbar sein.

Diese Kennzeichnung ist Notwendig um Zielverdrahtung umsetzen zu können. Kein eindeutiger Name ... kein eindeutiges Ziel !

Beispiele

DIN EN 60204 Zielverdrahtung Beispiel Klemme Das linke Bild zeigt eine Klemme mit vier Anschlüssen. Zielverdrahtung bedeutet auch hier, dass jeder einzelne Leitungsanschluss der Klemme dargestellt und eindeutig definiert wird. Ein einfaches Klemmensymbol, an dem mehrere Adern anschlossen werden, ohne dass ersichtlich ist um welche der Anschlüsse es sich handelt ist nicht mehr zulässig. Die Potenzialfarbe BLAU definiert die Adern als "Steuerstromkreis für Gleichspannung".
DIN EN 60204 Zielverdrahtung Beispiel-PE-Klemme Dieses Bild zeigt eine Erdungsklemme mit Zielverdrahtung. Ebenfalls ist die Potenzialfarbe ersichtlich und es ist nur eine Leitung pro Klemmenanschluss erlaubt.
DIN EN 60204 Zielverdahtung Beipiel Eplan-Projekt Hier wird der der Anschluss von zwei Adern an einem Stecker dargestellt. Der Anschluss von zwei Adern ist nur erlaubt, wenn der Anschluss des Steckers dafür ausgelegt ist. Durch die Zielverdrahtung ist ersichtlich, dass die Adern auf den unteren Steckern angeschlossen werden. Die Punktdarstellung ist hier nicht mehr zulässig !!! Durch die Punktdarstellung ist nicht ersichtlich, ob die Adern oben oder unten aufgelegt werden müssen.
Beispiel Potenzialfarben in Eplan-Projekt Dieses Bild zeigt die Definitionen der Potenzialfarben in einem Eplan-Projekt. Somit kann auch im Schaltplan die von der Norm definierte Farbe dargestellt werden.

DIN EN IEC 60757 Kennbuchstaben für die Bezeichnung von Farben

Notiz: Aktuelle Ausgabe: DIN EN IEC 60757 (VDE 0197-757):2023-10 (IEC 60757:2021). Sie ersetzt die DIN IEC 60757:1986-07. Neu: Farbcodes bestehen nur noch aus Buchstaben, Regeln für Wechselfarben auf demselben Objekt, Anhang A mit RGB-Beispielwerten.
Farbe Farbnummer Muster DIN 47002 DIN EN IEC 60757
schwarz RAL 9005 sw BK
braun RAL 8003 br BN
rot RAL 3000 rt RD
orange RAL 2003 or OG
gelb RAL 1021 ge YE
grün RAL 6018 gn GN
blau RAL 5015 bl BU
violett RAL 4005 vi VT
grau RAL 7000 gr GY
weiß RAL 1013 ws WH
rosa RAL 3015 rs PK
türkis RAL 6027 tk TQ
grün-gelb - gnge GNYE
gold - - GD
silber - - SR


Die Normen DIN 47002 und DIN 47100 wurden ersatzlos gestrichen !

DIN EN 61082-1 Dokumente der Elektrotechnik – Teil 1: Regeln

Textausrichtung

Kapitel 5.2 Ausrichtung von Text

Ein Text muss lesbar sein, wenn die Seite von unten oder rechts betrachtet wird!

Darstellung der Betrachtungsrichtungen

Anordnung und Ausrichtung von Verbindungslinien

  • Verbindungslinien sollten keine anderen grafischen Symbole kreuzen
  • Knicke und Kreuzungen von Linien sollten auf ein Minimum beschränkt sein.
  • Um Knicke und Kreuzungen zu vermeiden, dürfen Linien unterbrochen werden (Abbruchstellen).


FALSCH RICHTIG

DIN ISO 1219 Fluidtechnik – Graphische Symbole und Schaltpläne

Notiz: Der Teil 2 der DIN ISO 1219 ist als Bezeichnungssystem für mechatronische Projekte nicht geeignet, da keinerlei Bezug für die Gewerke Elektrotechnik, Prozesstechnik, Mechanik, ... existiert !

Bezeichnungsschlüssel

Legende

  • 1 = Anlagenbezeichnung
  • 2 = Medienschlüssel
  • 3 = Schaltkreisnummer
  • 4 = Bauteilnummer

Anlagenbezeichnung

Besteht ein Kreislauf aus mehreren Anlagen, muss die Anlagenbezeichnung mit angegeben werden. Befindet sich nur eine Anlage im Kreislauf, kann die Bezeichnung entfallen.

Für die Anlagenkennzeichnung kann eine Zahl oder ein Buchstabe verwendet werden (nur eine Stelle !).

Medienschlüssel

Sobald mehr als ein Medium in einer Anlage verwendet wird, muss der Medienschlüssel angegeben werden.

  • H = Hydraulik
  • P = Pneumatik
  • C = Kühlung (Cooling)
  • K = Kühlschmiermittel
  • L = Schmierung (Lubrication)
  • G = Gastechnik

Schaltkreisnummer

Jedes Bauteil (Zubehör), dass sich in einem Schalkreis (nach Druckluftversorgung, Aggegrat, Ventil, ...) befindet, muss eine Schaltkreisnummer im Bezeichnungsschlüssel haben.

Die Schaltkreisnummer sollte vorzugsweise mit '0" beginnend und weiter mit nachfolgenden Nummern (1, 2, 3, ...) hochgezählt werden.

Bauteilnummer

Jedes Bauteil in einem Schaltkreis muss mit einer Bauteilnummer bezeichnet werden.

Die Bauteilnummer muss beginnend mit "1" und weiter mit nachfolgenden Nummern (2, 3, 4, ...) hochgezählt werden.

Die alten Bezeichnungen mit einem Buchstaben (A = Antrieb, M = Motoren, P = Pumpe, S = Signalaufnehmer, V = Ventile, Z = andere Bauteile) vor dem Zähler sind nicht mehr zugelassen !!!

Mit diesem Bezeichnungsschlüssel ist in Stücklisten, Bauteillisten, Bezeichnungslisten, Querverweisen, ... nicht mehr ersichtlich, um welches Bauteil es sich handelt !!!

Siehe auch

Weblinks

  • www.igevu.de Die Übersicht enthält eine Auswahl derzeit gültiger Normen und Richtlinien, die bei der Planung und Erstellung der technischen Dokumentation zu beachten sind.